Noch knackig

Beißender blauer Dunst füllt meine Lungen. Zweimal einatmen
und der Nikotin-Bedarf für die kommenden Wochen ist gedeckt. Dabei hätte ich durch das selbstgemalte Schild an der Eingangstür vorgewarnt seien können…


„Raucherkneipe“ stand da in bunten Buchstaben. Und das Rauchen, das nehmen die dutzend Gaststättenbesucher, die sich hier am Freitagvormittag getroffen haben, sehr ernst. Ich betrete die Kneipe die exakt den Vorstellungen entspricht, die ich mir für dieses Blog gemacht habe:

Gardinen, die vermutlich mal weiß waren, verhindern den Blick auf das innere Treiben,
der Name der Kneipe prangt von einer Leuchttafel eines Bekannten Bierherstellers,
neben dem Flur zum Klo hängt ein Daddelautomat und
die Einrichtung besteht aus zusammengewürfeltem Holzmobiliar.

Die Stimmung ist gut. Auf dem Weg zum Tresen werde ich kaum beachtet.
Jeder ist lautstark in irgendein Gespräch vertieft. Bier ist das Getränk der Stunde.

Der Herr hinterm Zapfhahn erzählt mir, dass er für ein Interview nicht zur Verfügung steht.
Das dürfe er gar nicht. Aber die Chefin sei sonst täglich ab 10 Uhr da und wäre sehr zutraulich.
„Du bist doch noch knackig, die gibt dir bestimmt gerne ein Interview“.
Ich freu mich drauf und kündige mich für Sonntag an.

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